Langbogen und Reiterbogen

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Pfeile für Langbogen und Reiterbogen

Die Pfeile bestehen aus den drei Teilen Pfeilschaft, Befiederung und Spitze.

Pfeile sind durchweg für einen bestimmten Bogentyp gefertigt. Also muß die Auszugsweite des Bogens in der Pfeillänge und die Abzugsenergie in der Pfeildicke des Schaftes berücksichtigt werden. Im allgemeinen sind Pfeile zwischen 60 cm und 1 Meter lang. Die Länge eines Pfeils hängt von der Größe des benutzten Bogens ab. Die Stärke des Schaftes wird durch die Abzugsenegie des Bogens bestimmt.

Die Pfeilschäfte werden meist aus Eschen- oder Birkenholz hergestellt. Gute mittelalterliche Kriegspfeile haben einen Pfeilschaft, der sich an beiden Enden verjüngt und gute Flugeigenschaften hat. Eine Kerbe, die Nock, im Ende des Pfeils hält diesen auf der Sehne.

Langbogen  Armbrust Hakenbüchse

Das Versehen des Schafts mit Naturfedern nennt man Befiedern. Je nach Pfeil und Verwendungszweck gibt es Federn in unterschiedlichen Längen. Die Befiederung dient immer dazu, den Pfeilflug zu stabilisieren. In der Regel werden die Schäfte mit zwei oder drei Federn befiedert, die koaxial zu dem Schaft angebracht sind und in einem gleichmäßigen Winkel und mit einem gleichmäßigen Abstand zur Nock auf den Pfeil aufgeklebt oder mit einem spiralig aufgewickelten Faden fixiert werden. Die Leitfeder ist der Teil der Befiederung, der im rechten Winkel zu der Nockkerbe aufgesetzt ist. Dadurch erhält der Pfeil eine aerodynamisch relativ stabile Flugbahn. Pfeilspitzen gibt es aus Stein, Knochen, Holz oder Eisen.

Die Pfeilspitzen aus Metall werden aus Eisen geschmiedet und nicht gehärtet, damit sie beim Aufprall nicht abbrechen. Zur Schäftung gibt es zwei Typen, nämlich Spitzen mit Angel und Spitzen mit Tülle. Spitzen mit Angel sind leichter zu schmieden, werden in das Pfeilende eingesetzt und mit Pech verklebt. Danach wird das Pfeilende mit Band oder Draht umwickelt und auch mit Pech verklebt. Bei Spitzen mit Tülle wird das Pfeilende in die Tülle eingepaßt und dann mit Pech verklebt. Daneben können Pfeilspitzen auch aus anderen Materialien gefertigt sein oder eine andere Form haben.

Pfeile werden in einem Köcher aufbewahrt, der entweder am Körper oder am Sattel getragen oder direkt am Bogen montiert wird. Ein Bogenschütze führt gewöhnlich zwei Dutzend Pfeile mit sich. Im Krieg werden Schützeneinheiten von speziellen Pfeilträgern mit weiteren Geschossen versorgt.

mehr zum Thema: Langbogen – Armbrust – Hakenbüchse

findet man im neuen Sachbuch :

“Bogen, Armbrust, Hakenbüchse – Entwicklung und Technik der Fernwaffen des Mittelalters”

link zum Buch : www.bogen-armbrust-hakenbuechse.de


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Harnisch und Rüstung

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Der Harnisch

ist eine Schutzkleidung der Ritter und Landsknechte aus geschmiedetem Stahl, der den Oberkörper flächendeckend vor Angriffen mit Pfeilen, Lanzen oder Schwertern bewahren sollte. Der Harnisch ist neben dem Helm der wichtigster Bestandteil des Waffenrocks, er war schon in der Antike gebräuchlich und wurde im Mittelalter mit Aufkommen der Schmiedekunst weiterentwickelt. Die damals üblichen Kettenhemden boten spitzen Stoßwaffen nicht genügend Widerstand und wurden durch Platten geschmiedeten Stahls ersetzt.

mehr Informationen zu den mittelalterlichen Hieb- und Stichwaffen des Nahkampfes sowie den Schutzwaffen und Rüstungen findet man unter:

Streitkolben, Kampfaxt & Morgenstern

Streitkolben, Kampfaxt & Morgenstern:
Nahkampf-, Turnier- und Gerichtskampfwaffen des Mittelalters
ISBN-13: 978-3839161524


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