Der Esslinger Mittelaltermarkt

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Der Esslinger Mittelaltermarkt & Weihnachtsmarkt ist einzigartig – und „so erlebnisreich wie kein anderer in Deutschland“. Dafür sorgen nicht nur Attraktionen wie der Fackelumzug zur Burg, der Seilertag, das Konzert mit mittelalterlicher Musik im Münster St. Paul oder das abwechslungsreiche Kulturprogramm, sondern auch die prächtigen Fachwerkhäuser und romantischen Gassen, die eine stimmungsvolle Kulisse für den schönsten Weihnachtsmarkt Süddeutschlands bieten.

Auf dem Mittelaltermarkt bieten nahezu vier Wochen lang Händler in historischen Gewändern wie vor vielen hundert Jahren ihre Waren feil. Anschaulich demonstrieren Färber, Filzer, Schmied, Seiler oder Glasbläser alte Handwerkskunst. Und jeden Tag faszinieren Künstler ihr Publikum auf der Bühne und in den Gassen.


Die Bauchmuskelbibel

Zeitreise ins Mittelalter

Allgemeines,Landsknechte,Schwertkampf — Schlagwörter: , , — thomas @ 13:35

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Das Klirren der Schwerter, das dumpfe Aufprallen von Hellebarden auf Schilde und das Schreien der Männer bildete den akustischen Rahmen des Lehnstages. Ritter Dietrich von Volmarstein hatte seine Vasallen ins Wasserschloss Werdringen gerufen und zahlreich waren sie gekommen.
Landsknechte und Söldner
Höhepunkt des mittelalterlichen Spektakels bildeten ohne Frage die Schaukämpfe. Ob beim Turnier in Schlachtreihen oder blutiger Ernst Mann gegen Mann, eindrucksvoll bewiesen Ritter und Landsknechte ihr Geschick. Doch der “Ritterschaft der Wolfskuhle” ging es nicht allein um die Darstellung von Kämpfen. Eingebettet in die authentische Geschichte vom Lehnstag präsentierten sie das Leben im 12. und 13. Jahrhundert. Kinderträume wurden wahr. Alte Eide wurden erneuert, Recht wurde gesprochen, dazu gab es Tanzaufführungen und ein Festmahl. Gerade die Tänze gaben den Gästen die Möglichkeit, sich aktiv zu beteiligen. Umweht vom Duft frisch gebackenen Brotes und gegrillten Fleisches erlebten die Besucher einen außergewöhnlichen Ausflug ins Mittelalter.

So gelang es, mit viel Spaß das Interesse für das Mittelalter zu wecken. Museumspädagoge Holger Flick betonte den Wert der Veranstaltung für Kinder. Statt verstaubter Museumsluft durften die Kleinen echte Waffen und Rüstungen ausprobieren und sich auch selbst die passende Ausrüstung basteln. Und da sich nur wenige potentielle Besucher von den eher trüben Wetteraussichten schrecken ließen, gab es auf dem Burghof bald in buntes Durcheinander.

Zusammen mit den gut 60 Rittern und Edeldamen amüsierten sich die Zuschauer über die Gaukler, während sich im Hintergrund bereits eine blutige Fehde anbahnte. Denn selbstverständlich gehörten brutaler Kämpfe eben so zum Leben wie freudige Feste. Dass es dabei nicht immer ritterlich zugehen muss, wurde schnell deutlich. Neben Schwertern wurden schon bald Messer und Fäuste eingesetzt und im Zweifelsfall kann auch eine Fackel eine wirkungsvolle Waffe sein. Unter lautem Gejohle fieberten die Gäste mit und in den Augen der Kinder spiegelte sich die Träume von großen Heldentaten. Schnell wurde aus dem Holzstock ein mächtiges Schwert und aus dem Busch ein gefährlicher Gegner. Gerne nahmen sich einige Kämpfer des Nachwuchses an und so hatten ein paar Kinder die Chance, die Klinge mit einem “richtigen” Ritter zu kreuzen.

mehr zum Thema Landsknechte im Mittelalter auch im neuen Sachbuch
Landsknechte und Söldner
Kampf und Lagerleben im Mittelalter

ISBN 978-3-8370-8992-9


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Schwertkampf Workshop


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Das Geräusch aufeinander treffender Schwerter weckt bei Ihnen seit jeher lang gehegte Kindheitsträume? Sie wollten schon immer mal wie ein Ritter der Tafelrunde oder wie der legendäre König Arthur kämpfen? Dann erleben Sie bei Ihrem Schwertkampf-Workshop die Faszination Mittelalter am eigenen Leib und tauchen Sie in Mittelalterlicher Atmosphäre in das Leben der edlen Ritter von damals ein.

Nach Ihrer Ankunft im Burghof der gut erhaltenen Burg, kommt garantiert Mittelalter-Feeling auf. Hier fanden einst blutige Schlachten um Ruhm und Ehre statt. Nach dem Kennenlernen der anderen Teilnehmer und Ihrem „Schwertkampf-Meister“ bekommen Sie ihre Ausrüstung. Mit Schwert, Stock und einem Waffenrock ausgerüstet, starten Sie mit stolz erhobenem Haupt in Ihren Schwertkampf-Workshop.

Zu Beginn erhalten Sie eine Einweisung in die Theorie des Kampfes mit Schwertern, Stöcken und Äxten im Mittelalter, sowie die dabei zu beachtenden Sicherheitsaspekte. Ihnen werden verschiedene Metallschwerter zum Betrachten zur Verfügung stehen und sie können fühlen, wie machtvoll sich ein solches Schwert in Ihrer Hand anfühlt.

Zur praktischen Übung werden Sie aus Sicherheitsgründen Ihre Holzwaffen in die Hand nehmen und nach der Einführung in die grundlegenden Attacken und Kampfübungen können Sie mit einem „Gegner“ das Erlernte in die Tat umsetzen. Wie geschickt sind Sie im Umgang mit Ihrem hölzernen Excalibur?

Der Schnellere mag gewinnen! Wichtig beim Schwertkampf war damals wie heute die richtige Beinarbeit. Sie werden von Ihrem Schwertkampflehrer in die theoretischen Inhalte der richtigen Schrittfolgen eingeführt und können diese sogleich umsetzen.

Ihren Schwertkampf-Workshop werden Sie garantiert nicht so schnell vergessen und vielleicht ist dies ja der Beginn Ihrer Laufbahn als Neuzeit-Ritter?

schwertkampf schwertfechten

Um Ihren Workshop noch in authentischer Atmosphäre ausklingen lassen zu können, haben Sie am Ende die Möglichkeit, sich bei Speisen und Getränken in der Burgschänke zu stärken und das Erlebte in gemütlicher Runde Revue passieren zu lassen.

mehr zum Thema auch im Sachbuch

Schwertkampf im Mittelalter
Geschichte und Technik

ISBN 978 3 837080506


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Living History und mittelalterliches Söldnertum


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Schwertkampf und Living History ist im deutschsprachigen Raum eine seit Jahren wachsende Bewegung, deren Wurzeln vornehmlich in England liegen.

Erste Vorläufer waren Westerngruppen, die sich in Deutschland seit Ende des 19. Jahrhunderts gründeten, und sich mit der Darstellung des amerikanischen Wilden Westens befassten. Einen Anstoß hierzu gab der Schriftsteller Karl May mit seinen Cowboy- und Indianerromanen. Nach Anfängen in den 1970er und 1980er Jahren setzte der Boom in Deutschland in den 1990er Jahren richtig ein und hält bis heute an. In der Schweiz ist Living History schwächer vertreten. Man schätzt die Anhängerschaft in Deutschland auf mehrere zehntausend Personen, wobei ein Überblick nur sehr schwer zu erhalten ist und die Ränder stark verwischt sind.

landsknechte und söldner

Als bevorzugte Epochen der historischen Darstellung erweisen sich die römische Kaiserzeit, das frühe Mittelalter (oft in der Form von Wikingern, zum Teil auch keltisch inspirierten Gruppen; wobei die zeitliche Distanz ignoriert wird). Das hohe Mittelalter dürfte am meisten Anhänger und Anhängerinnen besitzen, wobei hier Anspruch und Qualität der Darstellung bei der Mehrzahl der Gruppen am tiefsten liegt. Das späte 15. Jahrhundert ist ein weiterer Schwerpunkt, an dem sich die englischen Wurzeln ablesen lassen, da in England die Rosenkriege gerne nachgestellt werden. Die Zeit der Landsknechte wird ebenfalls dargestellt, wie sich einzelne Gruppen auch der Zeit des Dreißigjährigen Krieges widmen.

Die deutschen Landsknechte waren das erste geordnete Fußvolk der Neuzeit; ihre Organisation bildet die Grundlage allen späteren Heerwesens. Die Waffen der Landsknechte waren der lange Spieß und ein Schwert, Einzelne trugen große Schwerter (Zweihänder). Die Landsknechtstracht war sehr farbenfreudig und bestand aus einem mit dickem Steppfutter versehenen Wams.

Im gerade erschienenen neuen Sachbuch „Landsknechte und Söldner – Kampf und Lagerleben im Mittelalter“ schildert der Autor Thomas Meyer neben den geschichtlichen Hintergründen und der zeitlichen Entwicklung vor allem die Entwicklung und das Leben der Landsknechte und Söldner.

Mehr Informationen liefert auch die Internetseite

www.landsknechte-und-soeldner.de

Das Leben und Kämpfen der Söldner und Landsknechte im mittelalterlichen Europa; im großen Heerlager, bei der Belagerung von Burgen und Städten und in den großen Feldschlachten wird in diesem Sachbuch so detailliert geschildert, wie die politischen Hintergründe und die geschichtliche Entwicklung der militärischen Auseinandersetzungen. Dabei werden die traditionellen Waffen und Rüstungen genauso vorgestellt wie die Verteidigungsanlagen von belagerten Festungen, die schwere Artillerie und Belagerungsgeräte. So wird die Zeit der großen Schlachthaufen von Schweizer Reisläufern und deutschen Landsknechten hier wieder lebendig.

Thomas Meyer
Landsknechte & Söldner
Kampf und Lagerleben im Mittelalter

ISBN 978-3-8370-8992-9,
Paperback, 112 Seiten,
mit zahlreichen Illustrationen
€19,80 inkl. MwSt.


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Kanonen hallen weit über Schloss Scherneck

Allgemeines,Kanonen,Landsknechte — Schlagwörter: , , — thomas @ 10:25

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Wer sich am Wochenende dem Schloss Scherneck bei Rehling näherte, konnte sich leicht in frühere Zeiten zurückversetzt wähnen: Laut donnerten Kanonenschläge, aber auch „leisere“ Waffen wie Hellebarden und Spieße kamen zum Einsatz. Rund 270 Mitglieder des Bunds oberschwäbischer Landsknechte (BOL) trafen sich dort ein Wochenende lang zum Waffendrill. Zum Abschluss wurde gestern ein Gefecht nachgestellt, bei der das Geübte gleich ausprobiert werden konnte. Die Schlacht lockte zahlreiche Zuschauer an, die das Spektakel fasziniert aus sicherer Entfernung verfolgten.


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Kyffhäuser: Mittelalterspektakel


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Beim 1. Mittelalterspektakel auf dem Kyffhäuser können Besucher am Samstag und Sonntag jeweils ab 10 Uhr Rittern beim Schwertkampf zusehen und sich in alte Zeiten versetzen lassen.

landsknechte

Am Fuße des Barbarossa- Denkmals auf dem Kyffhäuser findet am kommenden Wochenende erstmals ein mittelalterliches Spektakel statt. Dabei handelt es sich um eine amüsante Mischung aus Handel, Handwerk und kulturellem Programm. Auf dem traditionsreichen Gelände werden 60 Stände aufgebaut, in denen Handwerker arbeiten und ihre Waren verkaufen und bei denen man sich die Grundausstattung für einen gelegentlichen Ausflug ins Mittelalter kaufen kann.

Zwischen all diesen Ständen und Zelten soll es aller zwei Stunden richtig krachen, denn dann kämpfen die Ritter von Mus Rusticus aus Jena gegen- und miteinander. Manche tragen dabei Kettenhemd und Wappenrock, andere stecken in einer richtigen Rüstung. Diese wird von Fachleuten auch Vollplatte genannt. Nur wohlhabende Ritter konnten sich im Mittelalter einen solchen, 25 Kilogramm schweren, Rundumschutz leisten. Man braucht rund eine halbe Stunde, wenn man alle Teile richtig anlegen will. So viel Zeit müsse man sich aber nehmen, warnt Olaf von Quillfeld alias Ritter Olaf vom Saaletal, einer der Hauptdarsteller im Spektakel. Drückendes oder schlecht sitzendes Blech sei nicht nur unangenehm, sondern auch gefährlich. Eigentlich kann nichts passieren, wenn alle Obacht geben. Aber ein paar Prellungen gehören schon dazu, schließlich wird ja richtig zugeschlagen. Das unterscheide auch die Zweikämpfe der Ritter aus dem Saaletal von vielen anderen modernen Berufskollegen, heißt es in der Pressemitteilung des Veranstalters. Viele schlagen absichtlich daneben oder nur halb. Sie haben ein einstudiertes Programm. Wir greifen richtig an und kämpfen, ohne zu wissen, wer am Ende als Sieger den Platz verlässt. Neben den Ritterkämpfen gibt es ein abwechslungsreiches Programm aus Musik, Gaukelei, Artistik, Narretei und Schauspiel. So tritt die Kultband Furunkulus Bladilo auf. Das Komödiantenduo Pampatut sorgt mit flotten Sprüchen und witziger Musik für Stimmung. Gaukler Lupus, einer der besten seines Faches, jongliert mit allem, was ihm in die Finger kommt sehr zum Vergnügen der Kinder.


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